Firmen in der Wirtschaft leiden unter Lieferengpässen

Lieferengpässe und steigende Preise machen vielen Firmen in der Wirtschaft zu schaffen. Laut einer Umfrage der DIHK ist zumindest kurzfristig nicht mit einer Besserung zu rechnen.

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In einer globalen Wirtschaft sind Firmen von internationelen Lieferketten abhängig. Treten dort Probleme auf, kommt es schnell zu Lieferengpässen mit gravierenen Folgen für die Unternehmen. Doch welche Ursachen gibt es dafür und wann ist mit einer Besserung zu rechnen?
Im Folgenden erhältst Du alle wichtigen Informationen zur Umfrage und welche Aussichten für 2022 dazu bestehen.

Wo gibt es Lieferengpässe?

Die Deutsche Industrie- und Handelkammer (DIHK) hat eine Umfrage unter fast 3.000 Firmen aller Branchen und Unternehmensgrößen druchgeführt. Ziel war es herauszufinden, durch welche Probleme deutschen Firmen derzeit belastet werden. Lauf Umfrage sehen 83 Prozent der Unternehmen Lieferengpässe bei Rohstoffen, Produkten und Waren das größte Problem. Weiterhin ist in deren Folge ein starker Preisanstiege zu beobachten.

Insbesondere sind Lieferengpässe und steigende Preise bei direkten Vorprodukten, Holz, Stahl, Aluminium und Kupfer zu beklagen. Ebenso sindElektronikbauteile und sogar Verpackungen Mangelware. So fehlen der Autoindustrie Halbleiter, was teilweise schon zu Produktionsausfällen geführt hat.

Die deutsche Wirtschaft wird von diesem Rohstoffmangel und Lieferkettenproblemen massiv getroffen. Die schon durch die Coronakrise arg gebeutelten Unternehmen haben durch die aktuelle Entwicklung noch zusätzlich zu kämpfen. Experten rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt erst Mitte 2022 wieder auf das Vorkrisenniveau kommt.

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Welche Industriezweige sind betroffen?

In fast allen Industriezweigen sind Firmen betroffen. So sind in der Gummi- und Kunststoffindustrie, Metallindustrie und Chemieindustrie mehr als 90 Prozent der Unternehmen von Lieferengpässen betroffen. In der Automobilindustrie sind es 92 Prozent, in der Elektronikindistrie sind es 85 Prozent und im Baugewebre 94 Prozent. Selbst der Einzelhandel mit 83 Prozent und die Transport- und Logistikbranche mit 67 Prozent haben zu kämpfen. Über alle Branchen hinweg müssen sich derzeit 88 Prozent der Firmen mit höheren Einkaufspreisen für ihre Produkte und Dienstleistungen auseinandersetzen. Nur in Einzelfällen berichten Firmen, dass die Lieferengpässe langsam abklingen.

Hauptgrund sind nach wie vor die Auswirkungen der Coronapandemie. Nach der Krise ist die Nachfrage stark angestiegen. Gleichzeitig sind jedoch aber die Produktionskapazitäten (70 Prozent) und Transportprobleme (53 Prozent) noch nicht auf dem Vorkrisenniveau. Vor allem beim Transport machen sich Containermangel (76 Prozent) und fehlende Frachtkapazitäten bei Schiffen (74 Prozent), Straßen und Schienen (27 Prozent) sowie Flugzeugen (24 Prozent) bemerkbar.

Zusätzlich erschwert die jüngste Teilschließung des chinesischen Hafens in Ningbo die ohnehin schon großen Lieferschwierigkeiten. Treten an einer Stelle Engpässe auf, hat dies Auswirkungen auf die ganze Lieferkette. Fast die Hälfte der deutschen Unternehmen beklagt Produktionsausfälle bei Zulieferern.

Wann ist Besserung in SIcht?

Knapp 20 Prozent der deutschen Unternehmen rechnet damit, dass sich die Lage bis zum Ende des Jahres verbessert. 53 Prozent rechnen sogar erst im Laufe des Jahres 2022 damit. Der Rest der Firmen hat noch keinen Überblick, wann mit einer Besserung der Lage zu rechnen ist. Demzufolge gibt es eine große Verunsicherung in der deutschen Wirtschaft.

Linktipp: Die Umfrage findest Du hier auf der Seite der DIHK.

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