Alle wichtigen Informationen zur Kreditwürdigkeit

Kreditwürdigkeit: Klingt nicht gerade nach Sexyness, ist aber ungemein wichtig, wenn Du einen Kredit möchtest. MyBusiness Mentor erklärt Dir, was sich hinter der Bonität versteckt.

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Welchen Bonitätsscore hast Du? Weißt Du gar nicht?! Eine schlechte Bonität hat auf jeden Fall negative Auswirkungen auf Deinen (finanziellen) Alltag.

Ob beim Abschluss eines Handyvertrags, dem Einkauf im Internet oder den Ratenkredit für Auto oder Haus: Du kommst um die Bonitätsprüfung nicht drumrum. Letztlich wird damit das Risiko eingeschätzt, ob Du Deinen finanziellen Verpflichtungen nachkommst oder Deine Raten pünktlich abbezahlst.

Im folgenden Artikel erfährst Du, wie Du Deine Kreditwürdigkeit prüfen kannst und warum das überhaupt wichtig ist. Wenn Du den Beitrag bis zum Ende liest, verstehst Du den Sinn hinter Bonität, welche Faktoren Einfluss darauf nehmen und wie Du sie verbessern kannst – ein wichtiger Baustein für solide Finanzen.

Was bedeutet Kreditwürdigkeit?

Unter Kreditwürdigkeit versteht man die Fähigkeit und den Willen, offene Rechnungen und andere Zahlungsverpflichtungen zu begleichen. Umgangssprachlich gibt sie Auskunft, ob Du Deine Schulden oder Ratenkredite fristgerecht bezahlst.

Die Finanzbranche hat dafür einen Zahlenwert, einen Score, eingeführt, der aussagt, ob Du Dir einen Vertrag finanziell leisten kannst und den Zahlungen auch nachkommst.

Warum wird die Bonität berechnet?

Nimmst Du einen Kredit auf oder schließt einen Vertrag ab, geht Dein Vertragspartner ein kreditorisches Risiko ein. Ob Du nun einen Handyvertrag abschließt oder einen Hauskredit beantragst: Das Unternehmen muss damit rechnen, dass Du den finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommst.

Aus diesem Grund überprüfen Unternehmen, ob Du eines Kredits würdig bist. So stellen sie sicher, dass sie ihre finanzielle Vorleistung auch zurückerhalten. Es kann nie ausgeschlossen werden, dass es zu einem Zahlungsausfall kommt – aber das Risiko wird minimiert.

Jede Bank prüft vor einer Kreditvergabe die Bonität des Kreditnehmers und behilft sich dabei mit einem Ratingsystem. Sie sind im Übrigen durch die Europäische Bankenaufsichtsbehörde dazu verpflichtet. Du kennst das Rating sicher auch unter anderen Begriffen wie SCHUFA-Score, Bonitätsprüfung oder Bonitätsscore.

Berechnung der Kreditwürdigkeit

Um Deine Kreditwürdigkeit zu berechnen, holen Banken Informationen zu Deiner persönlichen Bonität bei sogenannten Auskunfteien ein.

Bei der wirtschaftlichen (oder materiellen) Bonität ist das eine Bewertung Deiner Einkommens- und Vermögensstruktur. Dabei wird Deine Zuverlässigkeit und Zahlungsbereitschaft analysiert. Weiterhin fließen hin die Rechnung mit ein:

  • Wohnumfeld
  • Dispokredite
  • regelmäßige Ausgaben
  • Kredite
  • Zahlungsmoral in der Vergangenheit.

Um die eigenen Bonitätsprüfung zu ergänzen, holen sich Kreditinstitute noch Informationen von Auskunfteien ein. Diese Unternehmen sammeln und speichern massenhaft Daten von Verbrauchern, wie etwa Personendaten, Daten über das Zahlungsverhalten, aber auch Gerichts- und Inkassodaten. Die wohl bekannteste Auskunftei ist die SCHUFA. Darüber hinaus gibt es noch Creditreform Boniversum, CRIF Bürgel oder Arvato Infoscore.

Die Kreditwürdigkeit einer Auskunftei wird durch eine Kreditwürdigkeitsanalyse berechnet. Am Ende kommt ein Score heraus, der Auskunft gibt, wie wahrscheinlich ein Zahlungsausfall ist.

Der Algorithmus zu dieser Berechnung ist ein wohlgehütetes Geheimnis. Genaue Informationen darüber gibt kein Auskunftei heraus.

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Wann erfolgt eine Bonitätsprüfung?

Ob Du kreditwürdig bist, wird von der Bank vor Vertragsabschluß überprüft. Ob das ein neuer Handyvertrag ist, ein Kredit für Haus oder Auto: Deine Kreditwürdigkeit ist das entscheidende Kriterium, ob der Vertrag zustandekommt.

Das Risiko, welches kreditgebende Unternehmen eingehen, ist von Branche zu Branche und Unternehmen zu Unternehmen, unterschiedlich hoch. Je höher aber Deine Kreditwürdigkeit ist, desto besser sind Deine Chancen, dass Du den Vertrag bekommst (und auch bessere Vertragskonditionen).

Auch während der Vertragslaufzeit, kann Deine Bonität überprüft werden. So wird bei einem Kredit stets geschaut, ob Du den Zahlungsverpflichtungen nachkommst. Sollten daran Zweifel aufkommen, kann dies zu einer Kündigung des Vertrags führen.

Bist Du kreditwürdig?

Du fragst Dich sicher, ob Du nun kreditwürdig bist. Darüber gibt Dir dein Bonitätsscore Auskunft. Mit einer hohen Bonität können Unternehmen sicher sein, dass Du Rechnungen und Raten nachkommst.

Das Unternehmen zieht sich den Score als Entscheidungshilfe heran: Bekommst Du den Vertrag oder nicht und wenn ja, zu welchen Konditionen? Je höher der Score ausfällt, desto besser sind Deine Chancen auf den Vertrag und gute Konditionen.

Dementsprechend wird ein niedriger Score Deine Chancen nicht gerade in die Höhe treiben. Aus Sicht des kreditgebenden Unternehmens ist es dann ein Risiko, eine Geschäftsbeziehung mit Dir einzugehen. Die Gründe für eine schlechte Bonität können sein:

  • Schlechte Bonität wegen Dispo-Überziehung
  • Zu viele Kreditanfragen & Kredite
  • Höhere Ausgaben als Einnahmen
  • Zahlungsverzug bei Rechnungen, Kreditraten & Kreditkarten
  • Fehlerhafte Schufa-Daten

Kann man die Bonität verbessern?

Die gute Nachricht ist: Du kannst Deine Kreditwürdigkeit verbessern.

Um sie zu verbessern, musst Du sie jedoch ersteinmal kennen. Bei einer Auskunftei forderst Du dazu eine Selbstauskunft an.

Es kann durchaus vorkommen, dass die Auskunftei falsche oder veraltete Daten von Dir hat. Sollte das der Fall sein, kann unter Umständen Dein Score schlechter ausfallen – mit dementsprechenden Folgen.

Mit folgenden Punkten verbesserst Du Deine Bonität:

  • Regelmäßige Prüfung der Bonitätsauskunft
  • Konditionsanfragen statt Kreditanfragen
  • Löschfristen beachten & Einträge entfernen lassen
  • Ungenutzte Konten und Kreditkarten kündigen
  • Dispokredit möglichst hoch ansetzen
  • Rechnungen pünktlich bezahlen
  • Häufige Wechsel von Banken und Wohnorten vermeiden
  • Finanzen im Blick behalten

Gute/Schlechte Bonität

In Deutschland spielt vor allem der SCHUFA-Score eine große Rolle. Banken und Kreditgeber ziehen ihn heran, um Deine Kreditwürdigkeit zu prüfen.

Der SCHUFA-Score kann zwischen einem Wert von 0 bis 100 liegen, wobei 100 der höchsten Bonität entspricht. Je niedriger der Score ausfällt, desto höher ist das Risiko eines Zahlungsausfalls für Banken und Kreditgeber. Hast Du eine schlechte Bonität, sind Deine Chancen auf einen Kredit deutlich eingeschränkter. Eine schlechte Bonität hast Du schon ab einem Score von 90 oder weniger. Hier gibt es jedoch noch zusätzliche Unterteilungen in verschiedene Risikostufen:

  • SCHUFA-Score zwischen 80 und 90: Deutlich erhöhtes bis hohes Risiko
  • SCHUFA-Score zwischen 50 und 80: Sehr hohes Risiko
  • SCHUFA- Score unter 50: Sehr kritisches Risiko

Folgen einer schlechten Bonität

Hast Du eine schlechte Bonität, kann das nicht nur bei der Kreditvergabe zum Problem werden, sondern auch im Alltag. So wirkt sich eine schlechte Kreditwürdigkeit beispielsweise auf den Abschluss eines neuen Handyvertrags oder beim Bezahlen in Online-Shops negativ aus. Die Folgen können für Dich sein:

  • Schlechtere Konditionen bei Krediten
  • Eingeschränkte Zahlungsmöglichkeiten bei Online-Shops
  • schlechtere Konditionen beim Handyvertrag, der Wohnungssuche und Leasing-Verträgen

Kreditwürdigkeit prüfen

Du kannst Deine Bonität kostenlos prüfen und stellst dafür einen Antrag bei einer Auskunftei. Nach Erwägungsgrund 63 der neuen DSGVO steht Dir mehrmals im Jahr die Möglichkeit offen, Deine Bonität mit einer Selbstauslunft abzufragen.

Das Internet bietet Dir dazu eine Vielzahl von Anbietern, mit denen Du Deine Kreditwürdkeit prüfen kannst, z.B. bei der SCHUFA-Selbstauskunft.

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