Inflationsrate springt auf 3,8 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland hat einen deutlichen Sprung nach oben gemacht und liegt inzwischen so hoch wie seit 13 Jahren nicht mehr. Als Ursachen werden die gestiegenen Energiepreise und die Rückkehr zur alten Mehrwertsteuer genannt.

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Die Teuerungsrate wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt, welches jeden Monat einen virtuellen Warenkorb erstellt. Im Vergleich zu den veränderten Preisen des Vorjahres ergibt sich dann die Inflationsrate. Sowohl eine zu hohe, als auch eine zu niedrige Rate sind negativ für die Volkswirtschaft und hat Auswirkungen für den Endverbraucher.

Verlauf der Inflationsrate

Erstmal seit 13 Jahren hat die Teuerungsrate in Deutschland die Drei-Prozent-Marke überschritten. Laut einer vorläufigen Berechnung des Statistischem Bundesamts lagen im Juli die Preise um 3,8 Prozent über dem Niveau des Jahres 2020. Zuletzte hatte die jährliche Inflationsrate von Europa´s größter Volkswirtschaft im Jahr 2008 über der Marke von drei Prozent gelegen. Auslöser damals war die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise.

Nachdem noch im Mai diesen Jahres die Inflationsrate auf 2,3 Prozent gesunken war, hat sich der Trend wieder gedreht. Lauf dem Statistischen Bundesamt aus Wiesbaden legten die Verbraucherpreise von Juni auf Juli 2021 um 0,9 Prozent zu. Auch in den kommenden Monaten ist mit weiteren Preissprüngen zu rechnen.

Linktipp: Verlauf der Inflationsrate 2021

Gründe für den Anstieg der Inflationsrate

Der wohl wichtigste Faktor für den Anstieg ist die Rückkehr zur alten Mehrwertsteuer. Im zweiten Halbjahr 2020 hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf 16 bzw. 5 Prozent gesenkt, um den Konsumeinbruch infolge der Corona-Krise wieder in Schwung zu bringen. Seit dem 1. Januar 2021 gelten in Deutschland wieder die üblichen Sätze der Mehrwertsteuer von 19 bzw. 7 Prozentpunkten. Folglich werden Waren und Dienstleistungen wieder teurer.

Ein weiterer Kurstreiber sind die seit Monaten steigenden Energiepreise. Aufgrund der geringen Nachfrage infolge der Corona-Krise waren die Preise für Rohöl auf dem Weltmarkt eingebrochen. Inzwischen haben sie sich erholt. Weiterhin sind seit Januar 25 Euro je Tonne Kohlendioxid fällig, welches beim Verbrauch von Heizöl, Erdgas, Benzin oder Diesel anfällt.

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Auswirkungen für den Verbraucher

Eine hohe Inflation hat verschiedene Auswirkungen und Folgen für die Wirtschaft, aber auch für den Verbraucher:

  • Du kannst Dir für Dein Geld weniger kaufen
  • Kaufkraft und Wert des Geldes sinken
  • Das Sparen wird unattraktiv, es wird mehr konsumiert
  • Die Investitionen von Unternehmen sinken
  • Um ihre Kosten zu decken, werden die Preise erhöht

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